
Mona Frick, Tochter eines Jordaniers und einer Deutschen, wurde 1968 in Hessen geboren, und lebt heute in Stuttgart.
Sie arbeitet freiberuflich beim SWR, schreibt Kurzgeschichten für den Hörfunk und ist seit 15 Jahren als Fotomodell tätig.
Sonne, Mond und Männer ist ihr erster Roman, in dem sie unter anderem eigene Erfahrungen aus dem Model-Business wiedergibt und das Balancieren zwischen zwei Kulturen beschreibt.
Ein paar Fragen an Mona FrickWann haben Sie zu schreiben begonnen?Ich hatte in der 11. Klasse im Orchideenfach ›Literatur‹ die Aufgabe bekommen, ein Märchen aus vorgegebenen Begriffen, wie Drache, Jungfrau, Burg usw. zu schreiben. Die Aufgabe hat mir unerwartet viel Spaß gemacht und eine Eins eingebracht.
Seitdem habe ich eigentlich immer Geschichten geschrieben, sei es als Geburtstagsgeschenk für Freunde, meine Oma, nur für mich usw.
Als ich vor etwa sieben Jahren Tagebuch geschrieben habe, notierte ich eines Tages: »Heute ist Sonntag. Ich hasse Sonntage.« Dann hatte ich das Gefühl, das sei ein vorzüglicher erster Satz für ein Buch, und so habe ich mit
Sonne, Mond und Männer begonnen. Ich habe es sehr oft umgeschrieben und dann die Märchen eingefügt. So ist es zu dieser Geschichte geworden.
Ihre Lieblingslektüre?Ich lese eigentlich so gut wie alles. Heitere Frauenromane genauso wie psychologische Krimis und historische Romane oder zeitgenössische Literatur.
Ich lese gern John Irving, Daniel Kehlmann, Elisabeth George, Martin Suter, Nick Hornby, Philipp Roth usw. Geliebt habe ich zum Beispiel ›Die Frau des Zeitreisenden‹, ›Glennkill‹, ›Mieses Karma‹, ›Beim Leben meiner Schwester‹, ›Der menschliche Makel‹, ›Die Vermessung der Welt‹, ›Der Klang der Zeit‹, ›Gut gegen Nordwind‹, die Harry Potter Bücher, die Stieg Larsson Trilogie und viele andere.
Sobald ich ein Buch fertig gelesen habe, beginne ich mit dem nächsten.
Wann schreiben Sie?
Wenn ich erstmal schreibe, schreibe ich pausenlos. Ich geh nicht mehr zum Sport, treffe keine Freunde mehr, sondern beginne nach dem Aufstehen mit einer Latte Macchiato, den Text vom Vortag noch mal zu lesen, und dann weiter zu schreiben.

In dieser Phase habe ich auch immer einen Block bei mir und schreibe auf, was mir einfällt. Falls ich doch mal ausgehe, kann es passieren, dass ich den Barkeeper nach einem Block frage und mir Ideen notiere. Alles, was ich in solchen Schreibphasen erlebe, schlägt sich irgendwo im Text nieder.
Werden Sie weitere Romane verfassen?Im Moment plane ich kein weiteres Buch. Aber wenn mir mal wieder ein ›Erster Satz‹ einfällt - warum nicht?
Wir danken für das Interview!